Die Gottesacker der Herrnhuter
„Gottesacker“, so heißen die Friedhöfe der Herrnhuter in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und auch in Nordamerika. Der erste Gottesacker entstand in Herrnhut am Südhang des Hutberges am 24. November 1730.
Auf vielen Gottesackern gibt es eine „Brüderseite“ und eine „Schwesternseite“, das heißt Männer und Frauen – auch Ehepaare, werden auf getrennten Feldern begraben. Für Fremde ist das bisweilen befremdlich. Man kann den gesamten Gottesacker allerdings auch als ein einziges großes Familiengrab verstehen.
Hier liegen Menschen aus vier Jahrhunderten, beiderlei Geschlechts. Unüblich ist bei den Herrnhutern zudem die Wiederbelegung von Gräbern. Wer stirbt – nach Herrnhuter Sprachgebrauch „heimgeht“, wartet in seinem Grab bis zum jüngsten Tag.
Der Gottesacker ist kein Ort der Trauer, sondern ein Ort der Erwartung ewigen Lebens bei Gott. Deswegen feiert die „irdische Gemeinde“ den Ostermorgen bei beginnendem Sonnenaufgang alljährlich auf dem Gottesacker zusammen mit den „Heimgegangenen“.
Vieles geschieht ehrenamtlich, doch für den Erhalt der Gottesacker sind wir dringend auf Spenden angewiesen. Mit 35 Euro helfen Sie Pflegearbeiten zu unterstützen.


